Ziele nach dem Schlaganfall: Warum sie über Hoffnung, Energie und Lebensfreude entscheiden
Ziele sind keine nette Motivationstechnik. Sie entscheiden darüber, ob Du aufgibst oder weitermachst.
Wenn Menschen zu uns ins Lerncoaching kommen, erzählen sie selten von fehlenden Zielen.
Sie erzählen von etwas anderem.
Von Erschöpfung.
Von Frust.
Von dem Gefühl, sich jahrelang anzustrengen und trotzdem nicht voranzukommen.
Von Träumen, die immer kleiner geworden sind.
Von Hoffnung, die langsam verschwunden ist.
Und genau dort beginnt die Bedeutung von Zielen.
Denn Ziele sind nicht einfach Punkte auf einer To-do-Liste.
Ziele geben Deinem Leben Richtung, wenn alles chaotisch ist.
Sie geben Deinem Gehirn einen Grund, Energie bereitzustellen.
Und manchmal geben sie Dir sogar einen Grund, morgens überhaupt aufzustehen.
Mein Leben war immer von Zielen geprägt
Nicht von perfekten Plänen.
Nicht von Sicherheit.
Sondern von Zielen.
Im Hunsrück entstand ein großes Ziel:
Zur Deutschen Bahn.
In Nürnberg wartete der nächste Schritt.
Später kam ein neues Ziel dazu:
Weihnachten in Thailand verbringen.
Auf der MS Europa durfte ich erleben, was möglich wird, wenn Menschen ihren Weg konsequent gehen.
Rohr und Utting: Aus einer Idee wurde eine Mission
Später wurden die Ziele größer.
Nicht nur für mich.
Sondern für viele andere Menschen.
In Rohr und Utting entstanden neue Visionen:
- Bücher schreiben
- Lerncoach-Ausbildungen aufbauen
- Kinder-Seminare entwickeln
- Eltern unterstützen
- Schulen begleiten
- Schüler-Coaches ausbilden
- Menschen helfen, ihr Potenzial zu entdecken
Von außen sah das oft nach Erfolg aus.
Von innen war es etwas anderes.
Es war der Wunsch, Menschen aus ihren Begrenzungen herauszuführen.
Hin zu mehr Freiheit.
Mehr Klarheit.
Mehr Selbstvertrauen.
Mehr Leben.
Dann kam der 11. August 2021
Mallorca.
11. August 2021.
Schlaganfall.
Innerhalb weniger Minuten war alles weg.
Die Unternehmerin.
Die Referentin.
Die Lerncoach.
Die Frau, die ständig neue Ideen hatte.
Plötzlich ging es nicht mehr um Bücher.
Nicht um Seminare.
Nicht um Unternehmen.
Nicht um Projekte.
Plötzlich ging es um etwas ganz anderes.
Mein erstes Ziel war nicht Erfolg
Mein erstes Ziel war Sitzen.
Einfach nur sitzen.
Danach:
- aufstehen
- stehen bleiben
- einen Schritt gehen
- alleine essen
- alleine trinken
- alleine duschen
- alleine einkaufen
- alleine Wäsche machen
- alleine bügeln
- alleine leben
Was für viele Menschen selbstverständlich ist, wurde für mich zu einem Tagesziel.
Und genau das verstehen viele nicht:
Wenn das Leben Dich zu Boden wirft, werden kleine Ziele plötzlich riesengroß.
Die Wahrheit über Motivation
Viele Menschen warten auf Motivation.
Ich nicht.
Nach meinem Schlaganfall hätte ich jahrelang warten können.
Motivation kam nicht zuerst.
Das Ziel kam zuerst.
Das Ziel erzeugte Motivation.
Das Ziel erzeugte Energie.
Das Ziel erzeugte Hoffnung.
Nicht umgekehrt.
Es gab Tage voller Angst
Tage voller Tränen.
Tage voller Wut.
Tage voller Zweifel.
Tage, an denen ich nicht wusste, ob ich jemals wieder die Alexandra sein würde, die ich einmal war.
Doch genau an diesen Tagen waren Ziele mein Rettungsanker.
Nicht die Ziele für nächstes Jahr.
Nicht die Ziele für die nächsten zehn Jahre.
Nur das nächste Ziel.
Der nächste Schritt.
Der nächste Erfolg.
Ohne Angelika, Michael und Maxi wäre vieles schwerer gewesen
Es gibt Menschen, die geben Dir Kraft, wenn Du selbst keine mehr hast.
Meine Mutter Angelika.
Mein Mann Michael.
Mein Sohn Maxi.
Sie haben an mich geglaubt, als ich selbst oft nicht wusste, wie es weitergehen soll.
Mut entsteht selten allein.
Tapferkeit auch nicht.
Oft entsteht sie durch Menschen, die an Deiner Seite bleiben.
Gerade dann, wenn es schwierig wird.
Heute haben meine Ziele eine andere Qualität
Die ersten drei Jahre waren geprägt von Notwendigkeit.
Überleben.
Lernen.
Trainieren.
Kämpfen.
Wieder lernen.
Noch einmal lernen.
Und nochmals lernen.
Heute – im vierten und fünften Jahr – fühlen sich Ziele anders an.
Heute geht es wieder um Leben.
Um Freiheit.
Um Kultur.
Um Bewegung.
Um Reisen.
Um Begegnungen.
Um Sport.
Um Museen.
Um das Schmetterlingshaus.
Um neue Erfahrungen.
Um das bewusste Erleben von Dingen, die früher selbstverständlich waren.
Genau deshalb arbeiten wir im Lerncoaching mit Zielen
Weil wir täglich erleben:
Ein Kind ohne Ziel verliert die Lust am Lernen.
Ein Jugendlicher ohne Ziel verliert oft die Hoffnung.
Ein Erwachsener ohne Ziel verliert häufig seine Energie.
Doch sobald Menschen wieder wissen, wofür sie lernen, kämpfen oder aufstehen, verändert sich etwas.
Ihre Haltung.
Ihre Ausstrahlung.
Ihre Entscheidungen.
Ihre Ergebnisse.
Die wichtigste Frage lautet nicht:
„Was möchtest Du irgendwann erreichen?”
Die wichtigere Frage lautet:
„Welches Ziel ist heute groß genug, um Dir Hoffnung zu geben – und klein genug, damit Du den ersten Schritt gehst?”
Denn genau dort beginnt Veränderung.
Nicht irgendwann.
Nicht nächstes Jahr.
Sondern heute.
Mit einem Ziel.
Mit einem Schritt.
Mit einer Entscheidung.
Und manchmal verändert genau dieser eine Schritt ein ganzes Leben. ❤️
Häufige Fragen zu Zielen
Warum sind Ziele so wichtig?
Ziele geben Deinem Leben Richtung, Orientierung und Hoffnung. Sie helfen Dir, auch in schwierigen Zeiten weiterzugehen.
Was mache ich, wenn mein Ziel unerreichbar erscheint?
Teile es in kleine Teilziele auf. Erfolg entsteht Schritt für Schritt.
Warum verlieren viele Menschen ihre Motivation?
Weil ihnen oft kein emotionales Ziel mehr vor Augen steht. Ohne Richtung fehlt dem Gehirn der Grund, Energie bereitzustellen.
Welche Rolle spielen Ziele im Lerncoaching?
Ziele schaffen Klarheit und Motivation. Kinder, Jugendliche und Erwachsene erleben dadurch wieder Erfolgserlebnisse und gewinnen Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zurück.
Was ist wichtiger – das Ziel oder der Weg?
Beides. Das Ziel gibt die Richtung vor. Der Weg entwickelt Deine Stärke, Dein Selbstvertrauen und Deine Persönlichkeit.






